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Kanalrudern in Dortmund (Langstreckentest)

Am ersten Adventswochenende traf sich die Hürther Wettkampftruppe mit ihren Konkurrenten ein letztes Mal im Jahr 2017 zum Kräftevergleich auf dem Wasser. Über das 6 Kilometer lange Rennen galt es, die konditionellen und technischen Ruderfertigkeiten vor den Augen der Bundestrainerin und des Landestrainerteams NRW zu präsentieren. Am Ende konnte jede/-r für sich entsprechende Schlüsse ziehen, woran in diesem Winter noch intensiv gearbeitet werden sollte.

Die Regatta begann am Samstag mit der Langstrecke des NWRV. Hier starteten vor allem die jüngeren Junior-Altersklassen sowie die Leichtgewichte. Aus Hürther Sicht lieferte Ruben Mellin die Top-Leistung des Tages ab, als er seinen Einer bei den Junior B-Leichtgewichten (15-/16-jährige) auf den dritten Platz beschleunigte! Trotz sehr weniger Bootskilometer in den vergangenen Wochen gelang es ihm, sein Boot richtig gut „ans Laufen“ zu bringen und den meisten der fast 30 Starter sein Heckwasser zu zeigen. Das war zum wiederholten Male eine großartige kämpferische Einstellung des jungen Hürthers, der sich offensichtlich einiges für die kommende Saison vorgenommen hat.

In demselben Rennen nahm Lennert Zyla seinen ersten Langstreckentest in Angriff – und das gleich im Einer. Ein 15. Platz hört sich zunächst nicht so erfolgreich an, aber da er gerade erst in diese Altersklasse eingestiegen ist und auf Anhieb fast die Hälfte der Starter hinter sich ließ, kann man dieser tollen Leistung nur Anerkennung zollen!

Eine ebenfalls tolle Leistung lieferten Luca Uedelhoven und Julian Becker im Doppelzweier der B-Junioren ab. Da Julian erst im Mai diesen Jahres zum Rudern gekommen ist, gingen die beiden noch einmal gemeinsam an den Start. Dank einer gleichmäßigen Kräfteeinteilung fuhren sie hinter wesentlich erfahreneren Mannschaften auf einen nicht erwarteten vierten Platz und zeigten, dass auch von ihnen zukünftig noch einiges erwartet werden kann.

Nicht wie erwartet lief es hingegen für Simon Mellin im leichten Junior-A Einer. Frisch aufgestiegen in die höhere Altersklasse, wollte er eigentlich umgehend seine starke Physis präsentieren. Leider gelang es ihm an diesem Tag nicht, den Bootslauf entsprechend zu kontrollieren, so dass er viel Kraft im Wasser nicht adäquat in Bootsgeschwindigkeit umsetzen konnte. Ein etwas enttäuschender 16. Platz stand am Ende zu Buche – da geht mehr.

Als Letzten schickte Trainer Christoph Körner noch Christian Förster auf’s Wasser. Der hat mit dem Aufstieg in die Senior-Altersklasse (Ü19) einen recht großen Schritt vor sich, schlug sich mit seinem zweiten Platz in der NRW-Konkurrenz aber mehr als wacker.

Am Sonntag gingen dann neben den Kandidaten für die Nationalmannschaften auch die A-Junioren in den unterschiedlichen Kleinbootklassen an den Start. Zunächst im Schneetreiben, später im Nieselregen, waren die 6 km wettertechnisch eine kleine Herausforderung. Bestens kam Moritz Volkmuth mit Wind und Wasser zurecht und fuhr in einer starken Konkurrenz auf den 20. Platz der aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten männlichen Einerfahrer. Er setzt hiermit seine seit den Sommerferien begonnene Entwicklung fort und kommt immer besser ins Rollen.

Nicht so gut lief es bei den anderen beiden Startern aus Hürth. Mit seinem Leverkusener Partner hatte sich Gero Hensengerth im Zweier ohne Steuermann hohe Ziele gesetzt. Der jungen Mannschaft merkte man über die gesamte Distanz sowohl ihren Ehrgeiz, aber auch ihre Nervosität an. Es gelang leider nicht, den aus dem Training gewohnten Rhythmus zu finden und so landeten sie auf dem 15. Rang – ohne Frage erstmal ein Dämpfer. Aber der Winter ist noch lang und mit dieser Erfahrung an Bord werden es die beiden auf den kommenden Überprüfungen besser angehen lassen.

Mit dem Handicap einer dreiwöchigen, krankheitsbedingten Trainingspause ging Jasmin Brieger in ihrem Einer an den Start. Auch sie blieb rudertechnisch unter ihrem gewohnten Niveau und konnte konditionell noch keinen Ausgleich hierfür schaffen, so dass nur ein 17. Platz auf der Ziellinie feststand.

Gemischtes Wetter und gemischte Ergebnisse – so könnte das Fazit dieser Leistungsüberprüfung aus Hürther Sicht wohl am ehesten lauten. Die nun kommenden Wintermonate werden nur noch sehr vereinzelt von Wettkämpfen unterbrochen (z.B. Kölner Ergo-Cup, Indoor-Cup Kettwig), so dass viel und in Ruhe trainiert werden kann. Im März werden dann auf dem nächsten Langstreckentest in Oberhausen erneut die Kräfte gemessen. In diesem Sinne: einen schönen Winter!!

Ergebnisse: http://www.langstrecke-dortmund.de/downloads.html