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NWRV Langstrecke (Oberhausen)

Der RV Oberhausen richtete am vergangenen Samstag zum wiederholten Mal den NWRV Frühjahrslangstreckentest aus. Von den B-Junioren bis zu den Senioren gingen die Aktiven in Kleinbooten auf die unbeliebte, weil mörderisch anstrengende, Strecke. Das Wetter war prima, Sonne und wenig Wind, lediglich die Vorbereitung war nicht optimal gelaufen. Eine geschlossene Eisdecke verhinderte vier Wochen lang, dass die Aktiven der Hürther RG ihre Boote wassern konnten und die um sich greifende Grippe- und Erkältungswelle hatte die Trainingsmannschaft um fast die Hälfte reduziert. Insofern waren die Erwartungen der Trainer im Hinblick auf die angestrebten Ergebnisse gedämpft.

Für die HRG nahm als erstes Julian Becker (16) den Kampf gegen die Uhr auf. Dies war sein erstes Langstreckenrennen im Einer und entsprechend der wenigen Trainingskilometer im Boot, war der Respekt vor dieser Herausforderung groß. Doch er ging das Rennen engagiert an und fand zunächst gut in seinen Rhythmus. Man merkte, dass die Routine im Bewegungsablauf noch fehlt, aber Julian kämpfte sich immer wieder zurück und beendete das Rennen auf dem 15. Platz (von 28 Startern). Eine gute Leistung, die aber auch den Drang danach hinterlassen hat, es beim nächsten Mal besser zu machen…

Als Jüngster unter den Startern im Männerfeld (19 Jahre plus) ging Christian Förster auf die Strecke. Mit einer gleichmäßigen Renneinteilung schaffte er es, den Abstand zu den teilweise erheblich stärker eingeschätzten Konkurrenten in Grenzen zu halten. Mit einem 6. Platz kann der „Senior“ unserer jungen Trainingsmannschaft zunächst einmal zuversichtlich den ersten Rennen über die Normaldistanz von 2 Kilometern entgegensehen.

An Nummer zwei in der Starterliste war Moritz Volkmuth (18) bei den Junior A Skullern im Einer gesetzt. Diese Setzung wollte er unbedingt bestätigen und legte zunächst souverän die angestrebten Zwischenzeiten hin. Leider verkrampfte er dann zur Hälfte der Strecke etwas und die Unterarme machten schließlich „dicht“. Moritz kämpfte und biss sich durch, aber mit dieser Beeinträchtigung ließ sich über die restlichen 3 Kilometer nichts mehr hinzugewinnen. Platzierung und Zeit waren letzten Endes indiskutabel, spiegeln aber nicht sein eigentliches Leistungsvermögen wider.

Mit ebenfalls viel Respekt vor der zu rudernden Distanz ging Simon Mellin (17) an den Start bei den leichtgewichtigen Junior A Einern. Die Langstrecke Dortmund im Dezember war für ihn noch etwas enttäuschend verlaufen, aber diesmal ging er entsprechend fokussiert an den Start. Und am Ende stand mit dem zweiten Platz (!!) die beste Platzierung unserer Trainingsmannschaft an diesem Tag auf der Ergebnisliste. Ein toller Erfolg für den Abiturienten, der trotz Prüfungsvorbereitungen diszipliniert trainiert und nun auch seine Leistungsfähigkeit abrufen konnte.

Anders lief es leider bei Jasmin Brieger (18). Eigentlich zählt sie in NRW zu den schnellsten Skullerinnen, aber die Langstrecke ist nicht ihre große Liebe. Auf der Strecke fand sie nicht in ihren Rhythmus und war selber extrem unzufrieden mit Zeit und Platzierung.

„Schönes Wetter und gemischte Ergebnisse“ – so oder ähnlich könnte das Fazit aus Hürther Sicht lauten. Als nächstes bricht die Truppe nun in den Osterferien gemeinsam mit dem Stützpunkt Rheinland-Süd in das Trainingslager in Hildesheim auf, um weitere Grundlagen für die Saison zu legen und vor allem endlich einmal viele Kilometer am Stück zu rudern.