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Team-Rowing – gemeinsames Rudern im Winter, geht das überhaupt?

Diese Frage stellte ich mir nach der Ankündigung eines Team Rowing Events im Herbst letzten Jahres. Ich empfand mich als etwas uninformiert und rückständig, als man mir erklärte, dass ähnliche Trainingseinheiten in anderen Vereinen im Winter längst etabliert und stark frequentiert sind.

Trotzdem erkläre ich kurz das Szenario einer solchen Rudereinheit, wer hätte es geahnt, auf dem Ruderergometer, konkret dem Concept II.

Der Kursleiter, hier Instruktor genannt, wählt eine Playlist mit verschiedenen Musiktiteln aus, die von der Taktung einen Ruderschlag von 20 bis maximal 30 pro Minute ermöglichen. In unserem Verein existieren derzeit 10 Ergometer, von denen maximal 9 im Halbkreis mit Front zum Instruktor ausgerichtet werden.

Es galt nun von Seiten der Instruktoren die Playlisten (ca. 45-50 min) vorzubereiten und vor allem ein Anmeldesystem einzuführen. Als sehr praktikabel erwies sich die Doodle-Abfrage für Donnerstagabend, die für jeden leicht verfügbar und zu bearbeiten ist.

Soweit zu den technischen Vorraussetzungen; schwerer wogen allerdings die Bedenken, zumindest meinerseits, ob sich unterschiedliche Fitnesszustände und auch Altersklassen in einem solchen Szenario überhaupt vereinen lassen. Der Inaugurator des neuen Trainingsformates, Rolf Kilzer, war diesbezüglich entspannt. Das war auch nötig, da sich alsbald alle Altersklassen und Leistungsniveaus auf der Doodle-Liste wiederfanden.

Um es vorauszunehmen, meine Bedenken waren umsonst; man muss nur dem Instruktor folgen und dann können alle Alters- und Leistungsklassen im Breitensportbereich zusammen Team-Rowing absolvieren.

Mir hat das Training Spaß gemacht; ich konnte in der Gruppe meinen „inneren Schweinehund“ überwinden und etwas für die ruderspezifische Ausdauer im Winter tun.

Mittlerweile ist die Wintersaison absolviert, die Doodle-Liste war immer gut gefüllt, dass heißt der Kurs war ausgebucht. Ein großer Erfolg!!

Einen großen Dank an Rolf Kilzer, der Initiator und einer der Instruktoren des Events. Ebenfalls herzlichen Dank an Svenja Kilzer und Philip Czap, die uns ebenfalls bestens in Schwung gebracht haben.

Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Runde im Winter 2019/2020.

 

Hartmut Schäfer