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Wanderrudern von Cochem nach Koblenz 2018

Wanderrudern von Cochem nach Koblenz 2018

 

Eigentlich war auf der letzten Wanderfahrt als Ziel fürs dieses Mal die Ruhr auserkoren worden. Was aber der Unwägbarkeiten des Wasserstands wegen verworfen wurde. So wurde es dann die Mosel zwischen Cochem und Koblenz. Zweifellos ist die Mosel einer der schönsten Flüsse Deutschlands und wir konnten hinter jeder Flussbiegung Weinberge an den steilen Hängen und trutzige über dem Wasser thronende Burgen bewundern.

Los ging es mit dem Verladen am Freitagabend, dass dank reger Anwesenheit und zupackender Hände mal wieder in Rekordzeit durchgeführt worden war. Leider sind uns krankheitsbedingt kurzfristig Ruderer abhandengekommen. Aber da bei uns auch Nichtruderer mitrudern können bzw. das Rudern dann einfach auf der Wanderfahrt beigebracht bekommen, konnten wir das problemlos wieder auffüllen.

So konnten wir mit 20 Männern und Frauen jeden Alters, einem Kind aber ohne Haustiere am frühen Samstagmorgen des ersten Septemberwochenendes vom Verein aus starten. In Cochem konnten wir dann drei eigene und einen von den Koblenzern geliehenen Vierer fahrbereit machen und zu Wasser lassen. Das erste Stück waren alle Boote unterbesetzt, damit der Transport der Fahrzeuge reibungslos funktioniert hat. Der Vereinsbus kam zu unserem Zwischenziel nach Löf und die anderen Autos zum Endziel nach Koblenz. Hierfür auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank.

Von der Startstelle am Steg der Cochemer Rudergesellschaft bei Flusskilometer 52,4 ging es zügig bis Treis-Karden, wo wir dann nach einer kleinen Mittagspause mit voller Mannschaftstärke auf den Weg zur nahegelegenen ersten Schleuse in Müden bei Flusskilometer 37,1 gerudert sind. Auch wenn die Mosel ein sehr friedlicher Fluss mit wenig Strömung ist, darf man die Wellen von Motorbooten und Berufsschifffahrt nicht unterschätzen. Insofern haben alle Vierer – manche früher – manche später – Wasser schlucken dürfen. Und auch die volle Antriebsleistung eines Passagierschiffes hat eine ganz erhebliche Strömungswirkung. Jedenfalls hat das zum Entschluss geführt beim nächsten Mal auch Schwämme und Schöpfbecher mit zu nehmen…dieses Mal mussten Kaffeebecher und Wasserflaschen reichen.

Das nächste Hindernis war die recht kleine Sportbootschleuse, so dass wir in 2 Durchgängen schleusen mussten. Beim ersten Durchgang kam es in einem Boot zu bangen Schrecksekunden, als sich einer der Ausleger in der Wand der Schleuse verhakte und manch einer sich schon beinahe im grünlichen Wasser der Schleuse wähnte. Aber gerade noch mal freigekommen und alles gut gegangen.

Löf erreichten wir dann bei Flusskilometer 25,7 und waren froh alsbald eine warme Dusche im Hotel genießen zu dürfen. Man einer sprach auch von einem Hochdruckreiniger wegen der reichlichen Wassermenge. Gegen 19:30 trafen wir uns dann alle zum Abendessen. Neben langen und guten Gesprächen, der Ansprache unseres Fahrtenleiters Thanner und einer vom abwesenden Martin übernommenen Getränkerunde für uns alle, wurde wie beim letzten Mal die Wanderfahrtberichtsschreiberauslosung durchgeführt.

Am nächsten Morgen ging es ab 9:00 Uhr wieder auf den Weg zu den Booten. Auch wenn die historischen Hochwassermarken in Löf den ein oder andern möglicherweise daran hatten zweifeln lassen, fanden wir alle Boote unversehrt an Ort und Stelle wieder.

Am zweiten Tag ging es dann ohne größere Pausen zügig zur Schleuse in Lehmen bei Flusskilometer 20,8. Diesmal sicherlich auch dank des Übungseffektes ohne jede Zwischenfälle. Auch wenn es von dort nicht mehr allzu viele Kilometer bis zum Bootssteg in Koblenz bei Flusskilometer 3,6 waren, spürte mancher dann doch die Strecke in den Sitzknochen und den Rudermuskeln. Gleichwohl hatten zwei Boot kurz vorm Steg noch genug Elan, um noch ein kleines Wettrennen zu fahren.

Nach dem Abriggern und dem Verladen der Boote kehrten wir alle gemeinsam noch beim Griechen im Ruderverein in Koblenz ein. Allerdings mussten wir feststellen, dass dieser in seiner eigenen Zeitzone lebt, die um ca. 10 Minuten weiter vorangeschritten ist. Dank guten Zuredens durften wir gleichwohl ausnahmsweise noch bestellen…Ofengerichte waren allerdings nicht mehr realisierbar…schade eigentlich.

Die Heimfahrt verlief reibungslos, alle Boote und auch alle Menschen sind heil zurückgekommen. Das Abladen und Aufriggern erneut in Rekordzeit. So soll Wanderfahrt sein.

Vielen Dank an unsere Organisatoren für die schöne Wanderfahrt und in der Hoffnung, dass wir uns alle im nächsten Jahr erneut auf große Fahrt begeben.